Der Teamälteste war bereits zwei Stunden vor Matchbeginn vor Ort. Nicht etwa, weil er sich in der Halle verirrt hatte, sondern um sich den Match von Nicolas Müller gegen Joel Makin anzuschauen und sich optimal auf den eigenen Einsatz vorzubereiten. Schliesslich will man ja wissen, wie die Profis das machen.
Die junge Generation liess sich hingegen etwas mehr Zeit. Der Partybus der Nachwuchsfraktion traf dann immerhin ganze 45 Minuten vor Matchbeginn ein. Genug Zeit also, um die Tasche auszupacken, den Gegner zu analysieren, sich aufzuwärmen und natürlich noch kurz zu diskutieren, wer eigentlich auf welchem Court spielt.
Um 19:30 Uhr war es dann so weit: Pilatus Kriens gegen Grasshopper Club Zürich. Der Saisonauftakt der NLA stand an, und die Vorfreude war gross. Die Ausgangslage war allerdings alles andere als einfach: Pilatus trat mit einer starken Aufstellung an, und GC war bereit, den Gastgebern das Leben so schwer wie möglich zu machen.
Vogel vs Szellö: Kalter Start für GC
Den Anfang machte Barnabas Szellö gegen Leandro Vogel. Barnabas startete motiviert und wollte dem Heimteam gleich zu Beginn zeigen, dass GC nicht angereist war, um nur die Luzerner Landschaft zu geniessen.
Leider fand Vogel schnell seinen Rhythmus. Mit präzisem Spiel und hohem Tempo liess er Barnabas nur selten ins Spiel kommen. Die ersten drei Sätze gingen mit 11:3, 11:3 und 11:1 an Pilatus.
Damit war die erste Begegnung weg und GC stand bereits früh unter Druck.
Greter vs Beger: Paul kämpft, Nick bleibt cool
Nun lag es an Paul Beger, GC im Rennen zu halten. Gegen Nick Greter entwickelte sich allerdings erneut ein schwieriges Spiel.
Paul kämpfte um jeden Ball und versuchte, den Rhythmus des Gegners zu brechen. Dies gelang ihm vor allem im ersten Satz. Den einen Satzball konnte er jedoch leider nicht verwerten. Greter blieb durch die gesamte Partie konzentriert und liess sich nicht aus der Ruhe bringen. Mit 13:11, 11:3 und 11:8 ging auch dieses Spiel an Pilatus.
3:0 für Pilatus und damit musste GC bereits zwei Spiele Rückstand verkraften.
Kuchen vs Zatti: Luca kämpft sich zurück
Auf Court zwei bekam es Luca Zatti mit Cédric Kuchen zu tun. Und hier entwickelte sich ein deutlich engeres Duell.
Kuchen erwischte den besseren Start und sicherte sich den ersten Satz mit 11:2. Luca liess sich davon jedoch nicht beeindrucken und schlug im zweiten Satz zurück. Mit 13:11 holte er sich den Ausgleich und brachte damit erstmals richtig Stimmung in die kleine GC-Ecke. (Barni und Paul)
Leider konnte er dieses Niveau nicht ganz halten. Kuchen fand wieder besser ins Spiel und entschied die folgenden beiden Sätze mit 11:4 und 11:9 für sich.
Damit war die Begegnung entschieden.
Kurzmeyer vs Ammann: Noch einmal alles geben
Zum Abschluss standen sich Jan Kurzmeyer und Benedikt Ammann gegenüber. Obwohl der Gesamtsieg für Pilatus bereits feststand, wollte Benedikt natürlich unbedingt noch den Ehrenmatch für GC holen.
Die ersten beiden Sätze gingen allerdings mit 11:4 und 11:6 an Kurzmeyer. Benedikt gab sich nicht geschlagen und kämpfte weiter um jeden Ball. Doch auch der dritte Satz ging mit 11:8 an den Pilatus-Spieler.
3:0 und damit stand das Endresultat fest: Pilatus Kriens gewinnt 4:0 gegen GC.
Fazit
Der Saisonstart verlief für GC definitiv nicht nach Wunsch: Vier Spiele, vier Siege für Pilatus.
Trotzdem gibt es keinen Grund, den Kopf hängen zu lassen. Die Stimmung im Team stimmt, der Zusammenhalt ist da und die Saison hat gerade erst begonnen.
Bereits am 8. Oktober bietet sich die nächste Gelegenheit, die ersten Punkte einzufahren. Dann empfängt GC zuhause die Panthers Kriens. Zeit also, die ersten Lehren aus dem Saisonauftakt zu ziehen und auf dem Court die passende Antwort zu geben.
Denn eines ist sicher: Die Saison ist noch lang. Und der Partybus hat noch einige Kilometer und hoffentlich auch den einen oder anderen Sieg vor sich.
02.10.2026 / lz



