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28.09.2021

GC-Senioren holen an der SSM den kompletten Medaillensatz

Zum zweiten Mal hintereinander fanden am letzten September-Wochenende die Schweizer Senioren-Meisterschaften in der Sportanlage Schaies zu Appenzell statt. Unsere Oldies-Delegation brillierte dabei mit guten Leistungen und holte insgesamt 4 Medaillen, zwei davon in Gold. Schweizer Meister in ihren Kategorien wurden Sergio Orduna und Luc Hänni, Silber ging an Marco Valpiani und Bronze an Grégory Bohren (ü50). Erwähnenswert ist auch der 4. Rang von Thomas Rattin, der um ein Haar (resp. einen Satz) an der Bronzemedaille vorbeischrammte. Die Finalberichte könnt Ihr weiter unten nachlesen. An dieser Stelle möchten wir den Organisatoren der SSM ein grosses Lob aussprechen. Das Team um Martin Jütz machte wieder einen tollen Job und liess es an nichts fehlen. Unsere Meinung: Die Appenzeller sind die wahren Gastgeber der Schweiz.

 

Sergio Orduna - Gold ü60

Sergio wollte eigentlich gar nicht antreten, weil er angeblich (wie so oft) verletzt, krank, mit Schlägerproblemen kämpfend und überhaupt.. er spiele da nur so bizli zum Spass mit, und v.a. habe er gegen seinen voraussichtlichen Finalgegner und Nemesis Walter Zemp sowieso keine reellen Chancen. Es kam wie es kommen musste und sollte: Die beiden Haudegen und klar stärksten Spieler der Schweiz in der ü60-Kat standen sich sodann logischerweise im Finalspiel gegenüber. Die beiden boten den Zuschauern einen äusserst spannenden und umkämpften ersten Satz, der nur knapp an Orduna ging. Danach steigerte sich Orduna und bereitete Zemp mit seinen gefürchteten attacking-boasts mehr und mehr Mühe. Er entschied den zweiten Satz klar mit 11:2 für sich. Im vierten Satz steigerte sich Zemp und gewann diesen. Im vierten Satz zog sich Zemp beim Stand von 8:7 eine Leistenzerrung zu und musste von den Physios behandelt werden. Sportsmann wie er ist, hat er das Spiel in Ehren zu Ende gespielt, aber Sergio stand schon dann als Sieger fest. 

Orduna/Zemp: 11/7 11/2 4/11 11/8

 

Lucas Hänni - Gold ü45

Die beiden als Nr 1 bzw Nr 2 gesetzten Luc Hänni und Michi Müller hatten sich schon Tage vor dem Turnier per whatsapp versichert, dass keiner der beiden auch nur annähernd fit sei, sei es wegen Gesässmuskel-Zerrung, <wbr />Magendarm-Grippe oder sonstigen Unzulänglichkeiten. Da sich die beiden aber schon zweieinhalb Jahrzehnte kennen (in- and off court), hatte man die jeweilige Entwarnung des Anderen nicht wirklich für bare Münze genommen. Den Finaleinzug hatten beide ohne grössere Probleme geschafft. Einem weiteren spektakulären Endrundenspiel stand somit nichts mehr im Wege. Müller begann sehr stark, bewegte sich so gut wie lange nicht mehr und nagelte Hänni auf der von im ungeliebten Backhandseite fest. Auch mehrere cross-court nicks trugen zu einer klaren 2/0-Satz Führung bei. Beim Stand von 5/0 im dritten Satz hatten sich die meisten Zuschauer wohl schon auf einem klaren 3/0 Sieg vom Sihltaler Michi eingestellt, als plötzlich die Wende kam. Ein zwei umstrittene Rallies brachten den vermeintlichen Sieger völlig aus dem Konzept und verhalfen dem bis dahin spielerisch unterlegenen aber wie immer kampfstarken Hänni zurück ins Spiel. Er entschied den 3. Satz knapp für sich und nach einem kurzen 4. Satz wurde das letzte game zum regelrechten Spektakel. Es wurde gehadert, geflucht, genickt, und am Ende vergaben beide unzählige Matchbälle. Schliesslich gewann Luc das hochemotionale Spiel knapp mit 15/13 im Entscheidungssatz. 

Hänni/Müller: 7/11 6/11 11/9 11/2 15/13

 

Marco Valpiani - Silber ü55

Als geheimer Höhepunkt eines langen Wochenendes standen sich einmal mehr die beiden Routiniers Giorgio Sorio und Marco Valpiani (aka McEnValp) gegenüber, um den Sieg in der Kategorie ü55 unter sich auszumachen. Sorio, regelmässiger Teilnehmer an den internationalen Masters-Turnieren und europaweit einer der Besten in seiner Altersklasse ging als Favorit ins Spiel und gewann den ersten Satz einigermassen klar. Valpiani verschob seine Court-Position ab dem 2. Satz einen Meter nach vorne und bestimmte das Spiel in den Sätzen 2 und 3. Als Sorio seinerseits im vierten Satz wieder vermehrt die Ballwechsel breit und lang gestaltete, konnte er den Rückstand wieder wettmachen. Es musste also im 5.Satz „geschehen“. Valpiani, dessen letzter Ernstkampfsieg gegen Sorio gefühlte 30 Jahre zurückliegt, startete gut, konnte das Spiel aber nicht mehr wirklich dominieren. Am Schluss fehlte wohl der nötige Glauben an einen längst fälligen Sieg gegen seinen gleichaltrigen Weggefährten und es endete wie es enden musste, mit dem Lieblingsresultat Valpianis: „<wbr />11/9 im Föifte“.

Valpiani/Sorio: 5/11 11/8 11/7 7/11 9/11