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06.06.2022

Asterix & Obelix bei den Ägyptern

Im Jubiläumsjahr 2022 empfingen Turnierdirektor Amr Mansi und Hauptsponsor Samih Sawiris die besten Spieler der Welt an einer brandneuen Venue, dem El Gouna Conference & Cultural Centre. Die 10. Edition des International Squash Open verlief parallel mit der 5. Durchführung des El Gouna International Squash Masters. Traditionsgemäss teilen sich die PSA-Cracks und die Senioren während der Qualifikation die vier Courts im nicht weit entfernten El Gouna Squash Center; die allerbesten Squashpieler der Welt, zum Anfassen nahe. In dieser Besonderheit sowie dem abendlichen Gang ins Stadion liegt gerade der Reiz dieses tollen Squashturniers. Deshalb kamen die frisch gebackenen Schweizermeister Luc Hänni (ü45) und Marco Valpiani (ü55) bereits zum dritten Mal extra aus der Schweiz angereist, um Ägypten zu erobern.

In vier Alterskategorien wurde um die Titel gespielt. Luc (47) musste in einem schlanken, aber sehr gut besetzten ü40-Feld ran und gewann Bronze. Zwei Ägypter zeigten sich indes stärker als der Swiss Boy: Ahmed Ragheb siegte im letzten Vorrundenspiel nach einem dramatischen Kampf 3:1 und Ahmed Moharram schlug Luc in einem intensiven Halbfinal - trotz Zaubertrank - ebenfalls 3:1. Das Spiel um Platz 3 holte sich unser Lawyer dann problemlos mit 3:0. Marco (58) hatte sich in einem doppelt so grossen Tableau zu behaupten. Seine vier Matches in der Gruppe (Round Robin) waren so programmiert, dass die Gegner in der Folge immer stärker wurden. Valpiani konnte sich auf diese Weise gut ins Turnier reinspielen und qualifizierte sich locker für den Viertelfinal, wo mit dem Belgier Johan Huysmans die erste Knacknuss auf ihn wartete. Nach einem zähen Abnützungskampf verliess unser Italo den Court als Sieger in drei harten Sätzen. Den nächsten Hinkelstein galt es im Halbfinal wegzubefördern: Amro Fadly kämpfte mit Nadeln und Oesen, dafür aber ohne Bandagen. Trotz vielen Schmerz bereitenden Blocks gegen den GC-Schützling, zog Fadly letztlich als Verlierer vom Platz. Im Final wartete der Deutschperser Steve Morid auf Valpiani. Letzterer liess jedoch nichts mehr anbrennen und gewann einen unterhaltsamen Kampf am Ende klar mit 3:0, was Gold bedeutete.

Nach einer glamourösen Siegerehrung im Stadion unter versöhnlichen Harfenklängen wurde in El Gouna für einmal niemand gesichtet, der mit seinem Instrument an einen Baum gebunden worden wäre.

Alle Resultate und viele Bilder auf: https://elgounasquashopen.com/