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26.11.2021

HANDBALL U19 IN UNGARN

Während des Trainingslagers in Ungarn jagte ein Highlight das nächste: Die Handball-Junioren assen sich durch die ungarische Küche, trainierten auf fremdem Terrain, erkundeten Budapest und beendeten ihren Aufenthalt mit einem spannenden Spiel gegen Telekom Veszprem.


Im Oktober 2021 stand das traditionelle Trainingslager der GC Handball-Junioren in Ungarn auf dem Programm. Wir, das Elite-Team U19, reisten zusammen mit den Teams U15 und U17 nach Alsóörs, wo uns ein ganzes Hotel zur Verfügung stand. Mit mehreren Trainingseinheiten pro Tag, Videostudium, Spielen gegen die besten Ungaren und aktiver Regeneration konnten wir uns auf unsere sportliche Entwicklung als Einzelspieler, aber auch als Mannschaft konzentrieren.


Sieg und Niederlage

Obwohl die Reise nach Ungarn rund 12 Stunden dauerte, war die Stimmung im Car ausgelassen und erwartungsvoll. Auf dieser Fahrt zeichnete sich bereits ab, auf was sich die Mitfahrenden während einer Woche gefasst machen mussten: Im hintersten Teil des oberen Stocks des Cars war es am lautesten. Dort sassen wir und es gab kaum Momente, in denen niemand DJ spielte. Bereits auf der Hinreise wurde bis Mitternacht Musik gehört und mitgesungen, danach wurde es ruhiger und die meisten versuchten, ein wenig zu schlafen.

Nachdem wir am Samstag das Dorf Alsóörs erkundet und dabei über die kommende Saison, unsere Ziele und unser Verbesserungspotential gesprochen hatten, fand am Nachmittag unser erstes Training statt. Am Sonntagabend bewiesen wir unser Können bereits bei einem ersten Spiel gegen die Sportschule von Eles. Alle drei Zürcher Teams gewannen souverän. Am Montag folgte dann gleich das nächste Spiel gegen Tatabanya. Leider mussten wir uns diesmal trotz eines harten Kampfes knapp geschlagen geben.


Einmal Budapest retour

Unser Ausflug nach Budapest am Dienstag war wie immer ein Highlight. Nach dem Essen riefen wir unseren Haupttrainer Gabor an, der mittlerweile auch angereist war. Tatsächlich befand er sich in seinem Friseursalon, gerade mal fünf Minuten zu Fuss von uns entfernt. Wir freuten uns, ihn zu sehen und er führte uns stolz durch seinen Salon.

Am Abend spielten wir gegen ein Team aus Budapest. Da wir in den vergangenen drei Tagen bereits drei Trainings und zwei Spiele gehabt hatten, waren wir entsprechend müde und unkonzentriert. Trotzdem kämpften wir bis zum Schluss, mussten uns aber wie schon am Vortag knapp geschlagen geben. Nach dem Spiel besuchten wir - wie jedes Jahr - das Restaurant Trofea. Fast alle nutzten das All-you-can-eat-Angebot aus und assen so viel wie möglich. Müde und satt fuhren wir zurück. Leider brauchten wir über zwei Stunden für die Rückfahrt, da sich unsere Busfahrer verfahren hatten und wir uns plötzlich auf der falschen Seeseite wiederfanden.


Vom Fehlstart zur Führung

Am Mittwoch war Ruhetag. Wir trainierten zwar morgens, gingen am Nachmittag aber laufen und spielten Basketball. Denn am Donnerstag erwartete uns mit dem Spiel gegen Telekom Veszprem das Highlight der Woche. Den Start haben wir komplett verschlafen, sodass Gabor schon vor der zehnten Minute das erste Timeout nehmen musste. Die offensive 6:0-Deckung des Gegners bereitete uns Mühe und in der Deckung bekamen wir selbst keinen Zugriff. Wir stellten auf 5:1 um und starteten zusammen mit Tim, der im ganzen Spiel 20 Paraden verzeichnete, die Aufholjagd. Zur Pause waren wir nur noch mit zwei Toren im Rückstand. Nach der Pause starteten wir einen 8:3-Lauf. Im Angriff gelang uns jetzt fast alles, während Tim sein Tor weiter vernagelte. Die Führung liessen wir uns bis zum Schluss nicht mehr nehmen und konnten das Spiel mit 24:20 für uns entscheiden.

Am Freitagmorgen stand ein letztes lockeres Training auf dem Plan, das wir sogar mit ein wenig Fussball kombinierten. Am Nachmittag durften wir ein Spezialprogramm wählen, wobei wir uns für Paintball entschieden. Wie die ganze Woche brachte auch dieser Event unser Team noch näher zusammen. Nach dieser aufregenden und anstrengenden Woche waren wir alle müde - weshalb es auf der Rückfahrt in die Schweiz zum ersten Mal ruhig war im Car.

 

Beni Rachad