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27.03.2020

RUGBY | HISTORISCHER NATI-SIEG MIT GC BETEILIGUNG

Die Schweizer Rugby Nationalmannschaft hat Epochales geschafft und gewann zum ersten Mal gegen Deutschland. Mit 33:20 sogar deutlich.  Mit diesem Sieg kletterte die Schweiz auf Position 28 in der Weltrangliste, ihre bis anhin beste Klassierung. Dem Kader der Eidgenossen gehörten mit Hugh Kisielevski, Christian Röhrig, Tim Vögtli und Leo Luginbühl auch vier Grasshopper-Akteure an.

Der Schreiner-Lehrling Leo Luginbühl kam dabei zu seinem Debüt in der A-Nationalmannschaft. Er wurde in der 72. Minute eingewechselt. «Ich freue mich riesig, dass ich etwas derart Historisches erleben durfte», gab Luginbühl zu Protokoll, der umso glücklicher war, da er mit einer Teilnahme für die europäische Kampagne der 2. Division (Top 18) nicht gerechnet hatte. «Das Aufgebot kam für mich überraschend. Entsprechend nervös war ich beim Zusammenzug. Dass ich dann noch für einen Kurzeinsatz aufgeboten wurde, macht mich stolz.»

Luginbühl (20) ist trotz seiner Jugend schon mehrfach in der nationalen Szene aufgetreten. So wurde er 2017 mit der U-18-Nati Europameister und letztes Jahr leistete er einen wesentlichen Beitrag bei den Grasshopper zum Gewinn des Schweizer-Meister-Titel. Der Absolvent der Technischen Fachschule in Bern spielt im Sommer auch 7er-Rugby bei den Midland Hawks. Und vergangenen Sommer absolvierte er, notabene zusammen mit seinem GC Kollegen Andri Koeferli in Südafrika ein zweiwöchiges Camp. Ein erhofftes Angebot eines Vereins aus dem Land des Weltmeisters blieb ihm jedoch versagt. «Das Camp hat mir aber viel gebracht, hat mich in meiner sportlichen Entwicklung weitergebracht", weiss Luginbühl. Und er arbeitet daran weiter und plante, sich temporär einem japanischen Team in Tokio anzuschliessen, wo er zusammen mit seinem Berner Hawks-Teamkollegen Lukas Steiger ein internationales 7er-Turnier bestreitet.